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Wolfenstein – Part 1

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Dies ist der erste Teil eines ganzen Artikels auf PC-Joy. Der zweite Teil kommt am Montag.

Vor ein paar Tagen ist die neueste Inkarnation der Wolfenstein-Serie erschienen: “Wolfenstein”. So plump und einfallslos der Titel auch sein mag, versuchten die Entwickler diesmal der Serie neue Impulse zu geben… doch bevor wird weiter ins Detail gehen, schauen wir uns Mal die Entwicklungsgeschichte dieser Serie an:

Castle Wolfenstein (Apple II, 1981, MS-DOS, C64, Atari, 1983)

später auch für MS-DOS, C64 und Atari veröffentlicht 

Von Silvas Warner entwickelt, war dieses Spiel damals eine Sensation. Als Kriegsgefangener mitten im Höhepunkt des 2. Weltkriegs von den Nazis gefangengehalten, musste man möglichst unauffällig und lautlos durch das Labyrinth von Castle Wolfenstein in die Freiheit bewegen. Wenn man erwischt wurde, musste man wieder von vorne anfangen. Mit Uniformen konnte man sich tarnen und somit unerkannt an Wachen vorbeischleichen. Um die Truhen zu knacken brauchte es einiges an Zeit, was mit dem Schiessen auf dessen Schlösser natürlich viel Zeit ersparte, jedoch bei der spärlichen Anzahl Munition war dies nicht gerade von besten Vorteil, zumal sich in diesen Truhen auch Granaten befinden konnten, welche beim Schuss in die Luft gingen und man somit starb. Alkohol konnte man auch trinken, wenn man welche gefunden hat. Entscheident war dies für den Spielverlauf nicht, nur die Schussgenauigkeit musste darunter leiden.

Als eines der ersten Spiele überhaupt wurde dieses in Deutschland indiziert. Der Grund lag, wie auch für die späteren Wolfstein-Spiele, an die Symbole des nationalsozalistischen Regimes.

Der direkte Nachfolger, wiederum von Silvas Warner geschrieben, war Bayond Castle Wolfenstein (Apple II, C64, Atari, MS-DOS, 1984). Das Spielprinzip war das Gleiche, nur diesmal musste man eine Bombe in den Räumen finden und diese in der Nähe von Hitler bringen. Mit Wurfmessern konnte man diesmal die Gegner lautlos ausschalten, wie auch mit Bestechung und Codekarten weitere Möglichkeiten für das Weiterkommen im Spiel von Gebrauch machen.

Wolfenstein 3D (MS-DOS, 1992)

Grossvater der First-Person-Shooter 

Bevor Doom die Welt in Sturm eroberte brachte id Software, damals nur knapp mehr als ein Jahr nach Gründung, das revolutionäre Wolfenstein 3D auf den Markt. Warners Wolfenstein zeugte als Inspiration für diesen Grossvater der 3D First-Person-Shooter und führte erstmals namentlich unseren berüchtigten Hauptcharakter dieser Serie ein: William ‘B.J.’ Blazkowicz. Als amerikanischer Soldat polnischer Herkunft musste er sich vorwiegend im Nazi- und SS-Soldaten überfluteten Wolfenstein rausballern. Im späteren Verlauf des Spiels kamen die bekannten Zombies dazu. In sechs Episoden mit jeweils 10 Levels und einem Boss wanderte man durch eine “simulierte Dreidimensionaliät” und hatte vier Waffen zur Verfügung: Messer, Pistole, Maschinengewehr und ein schweres Maschinengeschütz.

Auch dieses Spiel wurde in Deutschland landesweit zwei Jahre nach veröffentlichung beschlagnahmt. Der Besitz war legal, aber der Vertrieb und dessen Erwähnung wurde gesetzlich verboten. Das dieses Spiel für spätere First-Person-Shooter in Spielemagazinen immernoch als Referenz herangezogen wurde, nannte man es unter anderem “Böser Wolf 3D” etc.

Es folgten in den nächsten Jahren Portierungen auf verschiedenen Systemen, u.a. auf dem SNES. Diese wurde (sicherlich hatte Nintendo hier ein Wörtchen mitzureden) weltweit entschärft, indem man die Symbole ersetzte und die Endgegner nicht mehr als Hitler erkennbar waren.

Teil 2 folgt am Montag mit Return to Castle Wolfenstein und dem Trailer von Wolfenstein.

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